Nord ist nicht „kein Strom“. Nord ist weniger Strom, besonders bei steilem Dach. Wer 10 kWp nur auf Nord legt, kauft dieselbe Hardware wie auf Süd – mit spürbar weniger kWh. Deshalb gehört Nord in die Restflächen-Diskussion, nicht in die Standardplanung.
| Dach | Einordnung grob | Praxis |
|---|---|---|
| Süd, unverschattet | Referenz | Zuerst belegen |
| Ost-West | Flacher über den Tag, oft 10–20 % unter Süd | Guter Kompromiss, Mittagsspitze kleiner |
| Nord, flach | Deutlich unter Süd, oft noch nutzbar | Nur wenn Fläche sonst leer bleibt |
| Nord, steil | Häufig unwirtschaftlich | Eher Fassade oder weglassen |
Verschattung durch First, Gaube oder Nachbar schlägt die Himmelsrichtung oft. Ein verschattetes Süddach kann schlechter sein als ein freies, flaches Norddach – das ist die Ausnahme, die eine Objektprüfung braucht, kein Slogan.
Ausrichtung allgemein: Photovoltaik Ausrichtung. Ertrag: Photovoltaik Ertrag. Dachhub: Solardach.
Manchmal, selten als alleinige Süd-Alternative. Unverschattetes Norddach in Deutschland liefert oft grob 50–70 Prozent eines vergleichbaren Süddachs – stark abhängig von Neigung. Steiles Norddach ist ungünstiger als flaches. Rechnung vor Gefühl: Ertragsrechner mit niedrigerem kWh/kWp.
Leichte Drehung weg von Nord verbessert den Ertrag. Reines Norden plus steile Neigung ist der schlechteste Standardfall. Ost-West auf dem Hauptdach ist meist die bessere Restflächen-Idee als Nord-Vollbelegung.
Ja, als Ergänzung, wenn Wechselrichter, Statik und Wirtschaftlichkeit das mittragen. Nicht, um eine zu kleine Südfläche „schönzurechnen“. Größe: Größe berechnen.
Dieselbe Finanzierungsfrage wie bei Süd: Objekt, Bonität, System. Schlechter Ertrag macht die Rate nicht automatisch unmöglich, aber die Wirtschaftlichkeit enger. Keine kostenlose Anlage.
Fotos von beiden Dachseiten helfen mehr als die Himmelsrichtung im Text.