Ausrichtung ist die Frage, wohin die Module schauen – nicht, in welchem Bundesland das Haus steht. Ein Ost-West-Dach in Bayern kann weniger liefern als ein freies Süd-Dach in Niedersachsen. Deshalb gehört die Firstrichtung in die Vorprüfung, nicht nur die PLZ.
| Ausrichtung | Tagesprofil | Planung |
|---|---|---|
| Süd | Mittagsspitze | Maximaler Jahresertrag, wenn unverschattet |
| Ost-West | Morgen und Nachmittag | Oft besser für Eigenverbrauch, etwas weniger kWh/Jahr |
| Ost oder West allein | Eine Tageshälfte | Machbar, Ertrag unter Süd |
| Nord | Schwach | Restfläche, siehe Nordseite |
Neigung: zu steil nach Norden ist schlecht, zu flach ohne Abstand verschattet sich selbst auf dem Flachdach. Wintersonne steht tiefer – deshalb Photovoltaik im Winter nicht mit Sommer-Mittag gleichsetzen.
Aufbau der Anlage: Aufbau PV-Anlage. Unterkonstruktion folgt der Ausrichtung: Unterkonstruktion.
Unverschattetes Süd bei etwa 30–40 Grad Neigung ist in Deutschland der Klassiker. Ost-West liefert oft etwas weniger JahreskWh, dafür Strom am Morgen und Abend – relevant bei Eigenverbrauch und Wärmepumpe.
Häufig grob 10–20 Prozent weniger Jahresertrag, stark abhängig von Neigung und Verschattung. Keine Universalzahl. Rechner: Ertragsrechner.
Steildächer im Wohnbau liegen oft schon nah am brauchbaren Bereich. Flachdach braucht Aufständerung und Reihenabstand. Zu flach plus Schmutz/Schnee kann den Ertrag drücken. Flachdach.
Nein. Nord/Süd-Bundesland ändert den Korridor (etwa 900 vs. 1.100 kWh/kWp). Ausrichtung und Schatten können stärker ziehen. Nordseite.
Ost-West ist kein Fehler – Nord steil oft schon.