Jede selbst genutzte Kilowattstunde ersetzt Netzstrom zum Haushaltspreis. Eingespeister Strom bringt nur die gesetzliche Vergütung. Deshalb dimensionieren wir nicht auf maximale Einspeisung, sondern auf Last und Dach.
| Szenario | Eigenverbrauch grob | Typisch wenn |
|---|---|---|
| Nur Haushalt, niemand tagsüber | oft unter 30 % | ohne Speicher |
| Homeoffice / steuerbare Lasten | 30–45 % | ohne Speicher möglich |
| Mit Heimspeicher | 50–70 % | Abendlast vorhanden |
| PV + Wärmepumpe + Speicher | hoch, aber nicht 100 % | Winter bleibt Netzlücke |
Die Eigenverbrauchsquote zeigt, wie viel des erzeugten Solarstroms direkt im Gebäude, im Speicher, an der Wallbox oder durch die Wärmepumpe genutzt wird.
Eigenverbrauchsquote = selbst genutzter PV-Strom ÷ gesamter PV-Ertrag × 100.
Beispiel: 3.200 kWh werden selbst genutzt, die Anlage erzeugt 10.000 kWh. Das ergibt 32 Prozent Eigenverbrauch.
| Kennzahl | Berechnung | Was sie beantwortet |
|---|---|---|
| Eigenverbrauchsquote | Eigenverbrauch ÷ PV-Ertrag | Wie viel Solarstrom bleibt im Gebäude? |
| Autarkiegrad | Eigenverbrauch ÷ Stromverbrauch | Wie viel Netzstrom wird ersetzt? |
| Netzeinspeisung | PV-Ertrag − Eigenverbrauch | Wie viel Überschuss geht ins Netz? |
Eigenverbrauch und Autarkie dürfen nicht verwechselt werden. Eine hohe Eigenverbrauchsquote bedeutet nicht automatisch eine hohe Unabhängigkeit vom Stromnetz.
Die beste Reihenfolge beginnt mit dem Verbrauchsprofil. Ein Speicher ist eine mögliche Maßnahme, aber nicht automatisch der erste Schritt.
Spülmaschine, Waschmaschine und Warmwasserbereitung möglichst in die Solarstunden legen. Eine einfache Zeitsteuerung kann bereits helfen.
Wärmepumpe und Wallbox nach PV-Überschuss betreiben, soweit Technik und Alltag das zulassen.
Den Stromspeicher nach Nachtverbrauch dimensionieren, nicht nach der größten verfügbaren Batterie.
Ein Haushalt ohne Speicher nutzt Solarstrom vor allem während der Erzeugung. Deshalb sind bei klassischen Lastprofilen häufig etwa 25–35 Prozent Eigenverbrauch möglich. Homeoffice, Wärmepumpe oder Wallbox können die zeitliche Überschneidung erhöhen.
Mit passend dimensioniertem Speicher werden häufig etwa 50–70 Prozent erreicht. Der konkrete Wert hängt von Jahresverbrauch, Anlagengröße, Speicherleistung und saisonalem Verlauf ab. Eine übergroße Batterie verbessert die Quote nicht automatisch wirtschaftlich.
Eine große PV-Anlage kann trotz niedrigerer Eigenverbrauchsquote mehr Netzstrom ersetzen als eine bewusst klein gehaltene Anlage. Deshalb sollten Dachfläche, kWp, Verbrauch und geplante Verbraucher gemeinsam gerechnet werden.
Weitere Einordnung: Autarkiegrad und Wirtschaftlichkeit.
Der Anteil des Solarstroms, den Sie im Gebäude selbst nutzen statt einzuspeisen. Er bestimmt den wirtschaftlichen Kern, weil Haushaltsstrom teurer ist als die Einspeisevergütung.
Ohne Speicher oft grob 25–35 Prozent, mit Speicher häufig 50–70 Prozent – Lastprofil entscheidet. Modellwerte dieser Website: 32 % / 62 %.
Selbst genutzter Solarstrom geteilt durch den gesamten PV-Ertrag mal 100. Beispiel: 3.200 kWh Eigenverbrauch bei 10.000 kWh Erzeugung ergeben 32 Prozent Eigenverbrauchsquote.
Die Eigenverbrauchsquote bezieht sich auf den erzeugten Solarstrom. Der Autarkiegrad zeigt, welcher Anteil des gesamten Stromverbrauchs durch die PV-Anlage gedeckt wird. Beide Werte haben unterschiedliche Bezugsgrößen.
Lasten in die Sonnenstunden legen, Wärmepumpe oder Wallbox steuern, optional Speicher. Siehe Solaranlage mit Speicher und PV + Wärmepumpe.
Nein. Ein sehr kleiner PV-Generator kann eine hohe Quote erreichen, liefert aber wenig Solarstrom. Wirtschaftlich sinnvoll ist eine Anlage, die Dach, Jahresverbrauch und künftige Verbraucher zusammen berücksichtigt.
Sagen Sie in der Vorprüfung, wann Strom gebraucht wird – nicht nur die kWp-Wunschzahl.