Die einfache Formel eignet sich zur ersten Einordnung. Sie ist nur dann vergleichbar, wenn Wärmebedarf und Jahresarbeitszahl dieselben Verbraucher umfassen – etwa Raumheizung, Warmwasser und Heizstab.
Beispiel: 15.000 kWh jährlicher Wärmebedarf geteilt durch JAZ 3,5 ergeben rechnerisch rund 4.286 kWh Strom. Strompreis und Grundgebühr kommen erst danach in die Kostenrechnung.
| Jährlicher Wärmebedarf | Angenommene JAZ | Rechnerischer Stromverbrauch |
|---|---|---|
| 10.000 kWh | 3,0 | ca. 3.333 kWh/Jahr |
| 15.000 kWh | 3,5 | ca. 4.286 kWh/Jahr |
| 20.000 kWh | 3,5 | ca. 5.714 kWh/Jahr |
| 20.000 kWh | 4,0 | ca. 5.000 kWh/Jahr |
Reine Modellrechnung ohne Verbrauchsgarantie. Warmwasser, Heizstab, Pumpen und Messgrenze müssen zum Wärmebedarf passen.
Wärmemenge und Strom über denselben Zeitraum erfassen. Gelieferte Wärme geteilt durch eingesetzten Strom ergibt die reale Jahresarbeitszahl der gewählten Systemgrenze.
Das Umweltbundesamt empfiehlt, Verbrauchsdaten regelmäßig zu kontrollieren und mit der Planung zu vergleichen.
Photovoltaik kann Wärmepumpenstrom teilweise ersetzen, aber nicht einfach Jahresertrag gegen Jahresverbrauch verrechnen. Im Winter ist der Wärmebedarf hoch und der PV-Ertrag niedrig. Steuerung, Gebäudemasse und Warmwasserspeicher können Solarstrom in geeigneten Stunden besser nutzen.
Systemseite: Photovoltaik und Wärmepumpe kombinieren.
Der Verbrauch hängt vor allem vom jährlichen Wärmebedarf und der realen Jahresarbeitszahl ab. Als grobe Rechnung gilt: Wärmebedarf geteilt durch JAZ. Hilfsstrom und die gewählte Systemgrenze müssen zusätzlich beachtet werden.
Die JAZ beschreibt das Verhältnis der über ein Jahr gelieferten Wärmemenge zum eingesetzten Strom. 15.000 kWh Wärme bei 5.000 kWh Strom entsprechen einer JAZ von 3,0.
Sie arbeitet mit stark schwankender Außenlufttemperatur und kann deshalb im Winter eine niedrigere Effizienz als eine gut erschlossene Erdquelle haben. Der reale Vergleich hängt aber von Gebäude, Vorlauf und Auslegung ab.
In der Regel nicht über das ganze Jahr. Der größte Heizbedarf liegt im Winter, während Photovoltaik im Sommer am meisten erzeugt. PV kann einen Teil des Jahresverbrauchs und besonders Übergangszeiten abdecken.
Heizkurve und Vorlauf optimieren, hydraulisch abgleichen, unnötigen Heizstabeinsatz vermeiden, Heizflächen passend dimensionieren und Wärmeverluste des Gebäudes reduzieren.
Wärmebedarf, Systemtemperatur und geplante Wärmequelle gemeinsam prüfen.